Kinesiologie 


Kinesiologie ist die Lehre von der Bewegung. Der Begriff setzt sich zusammen aus den griechischen Wörtern kinesis Bewegung und logos Lehre. Die Kinesiologie kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Das Muskeltesten wurde bereits vor 2000 Jahren von Hippokrates verwendet, um neurologische Verletzungen an Soldaten zu diagnostizieren. Auch die Maya-Indianer nutzen dieses Wissen, um die Trinkbarkeit von Wasser auszutesten. In der Gegenwart gilt der amerikanische Chiropraktiker Dr. Geroge Goodheart (1919 – 2008) als „Vater“ der Kinesiologie.

Der Muskeltest wird vorzugsweise am Arm des Patienten durchgeführt, der diesen waagerecht von sich streckt. Der Behandler übt nun einen leichten Druck auf den ausgestreckten Arm aus, wobei der Patient aufgefordert wird, diesem Druck Stand zu halten. Dabei testen wir nicht die absolute Muskelkraft des Patienten, sondern, ob er in der Lage ist, mit seinem Arm auf den ansteigenden Testdruck des Untersuchers eine adäquate Muskelantwort zu geben.
Der Tonus eines Skelettmuskels wird dabei reguliert durch Reflexbahnen, deren wichtigster Bestandteil die sogenannte Muskelspindel - eine spezialisierte Muskelfaser – ist. Der für den Muskeltest verantwortliche Impuls kommt von den sympathischen autonomen Nervenbahnen, die die verschiedenen Rezeptoren und Nervenbahnen der Muskelspindel innervieren. Somit hängt der Muskeltonus davon ab, was aktuell im autonomen Nervensystem vorgeht. (vg. Auch Dr. Dietrich Klinghardt „Lehrbuch der Psychokinesiologie“).


Damit ist es möglich, Reaktionen des autonomen Nervensystems auf gesetzte Reize zu überprüfen. Dabei können sowohl stoffliche Reize – durch Auflegen von Testsubstanzen – als auch emotionale Reize – hier speziell in der Traumabehandlung getestet werden.

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